Hey ich bin Maruschka,
schon im Kindergarten war klar: Ich werde Tierärztin! Nach dem Abi begann ich eine Ausbildung als Tiermedizinische Fachangestellte als Vorbereitung für das Tiermedizinstudium, das folgen sollte…
Mit der ersten eigenen Wohnung zog neben zwei Katzen auch der langersehnte erste eigene Hund ein, "Chita" ein Schäferhundmix, der mein Leben in komplett andere Bahnen lenken sollte….
Sie hatte in ihren ersten Lebensmonaten wohl wenig bis nichts kennengelernt und einfache Dinge des alltäglichen Lebens setzten sie massiv unter Stress.
Wir konsultierten diverse Trainer und durch die Bank weg wurde zur Abgabe des Hundes geraten. Da Aufgeben für mich aber keine Option war, begann ich mich intensiv mit dem Thema Hund auseinanderzusetzen. Ich beobachtete Hunde in der Interaktion miteinander, betreute die Hunde von Freunden oder aber war Frauchen auf Zeit für Tierschutzhunde.
"Chita" und ich gingen durch dick und dünn. Ich vergoss viele Tränen, da immer wieder die Angst aufkam ihr nicht gerecht zu werden.
Doch das durchweg positive Feedback meines Umfelds motivierte mich, dranzubleiben und nicht aufzugeben. So begann ich Seminare zu besuchen, Fachbücher zu studieren und versuchte zunehmend „Alltagsprobleme“ aus der Sicht des Hundes zu beleuchten.
Irgendwann hatte sich mein schwarzer Wolf zu einem absoluten Verlasshund gemausert, mit Ecken und Kanten, aber wer hat die nicht?
Nach einigen Jahren zog nach langer Zweithund-Suche schließlich „Miro“ ein Doggenmischling aus dem Tierschutz bei uns ein. Ganz anderer Typ Hund, ganz anderer Charakter und doch so viele Parallelen.
Auch von unserem Dicken, der sich schnell meinem damaligen Freund anschloss, lernte ich eine Menge. Wie körperlich Hunde in der Interaktion sein können z. B. und wie präsent so ein Rüde sein kann, der etwas auf sich hält.
2013 zog "Kalle" mein erster Welpe, ein kleiner energiegeladener Terriermix zu "Chita" und mir. Schon beim Aussuchen zeigte sich der kleine Kobold als stimmgewaltig, ungeduldig und sehr vehement. Es matchte direkt zwischen uns. Was der Kerl so an Diskussionsthemen mitbringen würde hatte ich damals allerdings nicht auf dem Radar.
Oft zeigte er mir die kalte Schulter, wenn ich in meiner Kommunikation ihm gegenüber nicht klar war. Regelmäßig brachte er mich an meine Grenzen und ich musste lernen Umzudenken, Terrier ist eben nicht gleich Schäferhund (oder Dogge) weiß ich heute und muss schmunzeln.
"Kalle" begleitete mich fast zwölf Jahre lang bei allem, was ich tat. Ob als Seminarbegleitung, Travelbuddy, Sportpartner oder Schulter zum Anlehnen, wenn es mal nicht so lief. Hatte immer seinen eigenen Kopf, war sehr abgeklärt und stand über den Dingen-wie ein Häuptling, so bezeichnete ihn eine Freundin mal sehr treffend. Andere Menschen und Hunde wurden geduldet aber gebraucht hätte er zum glücklich sein neben mir niemanden. Er war der loyalste Hund, der mich bislang begleitet hat.
Dummytraining und Nasenarbeit waren voll sein Ding, auch als die Augen nachließen, ging er im Training noch voll auf und konnte es kaum erwarten bis er endlich dran war.
Grand Dame "Penny", eine Corgi Hündin zog irgendwann zu mir auf Pflegestelle mit diversen Baustellen wie Futteraggression, Artgenossenaggression, Statusaggression und einer Portion Jagdthematik im Gepäck. Sie kam um zu bleiben. Sie ist diejenige, mit der ich die meisten Reibungspunkte habe und mit der auch jetzt im Seniorenalter noch regelmäßig klärende Gespräche geführt werden müssen. Sie hinterfragt die Führungsqualitäten jedes Menschen. Unverblümt mit einer grandiosen Körpersprache zeigt sie klar ihre Grenzen auf. Gerne auch mal etwas drüber in den Dingen die sie tut. Höher, schneller, weiter das wäre Pennys Motto, wenn man sie lassen würde-Genie und Wahnsinn liegen eng beisammen.
Nach "Chitas" Tod zog 2021 doch schneller als gedacht wieder ein dritter Hund ein. Kurzhaardackelrüde "Ludo", mein erster Hund vom Züchter. Ich wollte mich langsam auf die Suche nach einem passenden Züchter machen und stolperte dabei online über ein Bild von ihm. Schockverliebt, tapfer noch etwas gewartet bis zum Anruf und er war tatsächlich noch nicht ausgezogen. Kennenlerntermin vereinbart und die Züchterin hätte ihn mir gerne direkt an diesem Tag schon mitgegeben. Der kleine Mann wich mir nicht mehr von der Seite und schon wenige Tage später komplettierte er mein Hundetrio. Unterricht kann man auch mit Junghund in der Umhängetasche machen-zumindest, wenn es ein kleiner Hund ist:-).
Er ist inzwischen ein gestandener Rüde, Dummyfreund und Fährtenjunkie- da grüßt die Genetik, auch wenn er aus einer nicht jagdlich geführten Linie kommt. Liebt Körperkontakt mit Mensch und Hund und wickelt fast jeden um den Finger-auch die Nicht-Dackelfans. Er ist mir gegenüber unglaublich empathisch und tröstet besser als manch ein Mensch es kann.
2022 begann ein neues Kapitel für mich: Durch meinen Mann Nico kam ich auf den Geschmack des Zughundesports: hatte aber zum damaligen Zeitpunkt keinen geeigneten Hund im Team. Es stand also schnell fest, dass ein sportlicher etwas größerer Hund meine Crew erweitern sollte. So zog Königspudel "Milli" ein, von wegen König- "Milli-Vanillli-Pudelwahnsinn" trifft es besser. Meine Güte hat die Bums! Für den Sport super, im Alltag hier und da doch recht fordernd. Milli zieht mit Begeisterung und arbeitete auch im Dummytraining meist sehr passioniert mit.
Wir wachsen aneinander und mit ihrer stets guten Laune, ihrem Arbeitseifer und ihrer Offenheit für alles, was ich mit ihr mache, ist sie eine tolle Partnerin für alles, was da kommt.
Ein Jahr später zog "Lany" ein Zwergdackel aus dem ungarischen Tierschutz zu uns. Zuerst auf Pflegestelle und durfte dann als Sparringspartnerin für "Ludo" bleiben. Sie ist passionierte Jägerin, ein kleiner energiegeladener (vermutlich aufgrund der Frühkastration nie erwachsen werdender) Clown, der liebend gern beim Sport begleitet aber auch stundenlang wie eine Katze kuschelt.
2024 ging meine Jagdhundaffinität noch einen Schritt weiter und "Visa", aka Kleinteil, eine Deutsch Kurzhaar Hündin aus französischer Jagdlinie zog relativ spontan bei uns ein. Und die Frage, ob ein Hund mit der Genetik nicht auch ohne jagdlich geführt zu werden artgerecht gehalten werden stellte sich mir. Challenge accepted,
Sie ist ein richtiger Dappes, unglaublich liebenswert, irgendwie immer noch nahezu welpig in vielen Dingen, nicht die Schnellste im Auffassen von Dingen -lehrt mich Geduld durch zig Wiederholungen bis Dinge dann zuverlässig abrufbar sind. Dass ihr die Arbeit mit der Nase im Blut liegt, sieht man, sobald sie das Haus verlässt, wir arbeiten aktuell noch viel an den Basics, dass die gut abrufbar sind und fangen langsam an etwas in Richtung Fährtenarbeit zu machen. Beim Joggen und am Rad begleitet sie mich regelmäßig und Koordinationsübungen stehen fast täglich auf dem Programm-so ist aus dem staksigen Körperklaus schon nur noch ein Kläuschen geworden, der immer besser seine vier Gräten koordiniert nutzen kann. Ich bin gespannt, wo unsere gemeinsame Reise uns noch hinführt :-)
Last but not least..
Dörte, eine europäische Schlittenhündin (Mischling aus jagenden Rassen um ziehende Hunde zu bekommen). Sie ist bei uns im Haus geboren. Ihre Eltern leben im Rudel meines Freundes und eigentlich war nicht geplant aus dem Wurf der Schlittenhunde von morgen einen Welpen zu behalten. Aber wie das Leben so spielt. Nicht mal eine Woche waren die Kleinen alt als ich das erste Mal dachte, irgendwas ist da zwischen der hellen Hündin und mir. Sie schlief immer ein bei mir, egal aus welcher Situation ich sie gerade herausgeholt hatte und das Band, was da war, wurde immer stärker. Sie war eigentlich schon fest versprochen aber alles in mir sträubte sich dagegen, dass sie ausziehen sollte. Also blieb sie und bereichert mein Leben ab Tag 1. Nicht einen Tag lang habe ich ihren Einzug bereut, auch wenn ich hier mit dem dynamischen Trio der drei großen Mädels jetzt echt ordentlich Schwung in der Truppe hab. Aber es macht unglaublich viel Spaß und ich möchte niemand aus meiner tierischen Familie mehr missen.
Durch das Leben mit meiner bunten Truppe, -Wahnsinn das waren zwischenzeitlich tatsächlich mal 7 Hunde mit ganz unterschiedlichen Charakteren und auch Interessen- habe ich wahnsinnig viel gelernt. Wir lernen voneinander und miteinander, dafür bin ich unglaublich dankbar. Praxis ist halt doch immer was anderes als Theorie. Und es ist immer wieder faszinierend wie anpassungsfähig unsere Hunde doch sind.
Ihr trefft mich in Einzelstunden, im Gruppenunterricht, bei meinen geführten Wanderungen mit Hund(en), bei unseren Seminaren/Workshops und bei allen Angeboten zum Thema Zughundesport, Tea-Trail und Dummytraining. Sowie auf Veranstaltungen mit unseren Fremdreferenten und/oder mit unserer Fitnesstrainerin und Hundephysio Yvonne.
Ich freue mich auf euch